Auch wenn wir dir hier von unseren Erfahrungen berichten können, sind es nicht die Tips oder die Methoden, die Menschen zu Jesus führen.

In allem kommt es auf das Wirken des Heiligen Geistes an. Deshalb werden wir nur in der Abhängigkeit zu Gott erfolgreich sein und die Ehre gehört alleine Gott. „Wenn der Herr das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran“ (Psalm 127,1).

Trotzdem kann die Art und Weise, wie wir Menschen begegnen, den Unterschied in der Begegnung machen.

Klicke unten auf die Oberbegriffe, um den Inhalt zu sehen.

Mit diesen Fragen kannst du dich auf Gespräche vorbereiten

1.Warum bist Du (heute noch) Christ? 

2.Warum glaubst Du an Gott? 

3.Was hat sich in Dir/ in Deinem Leben verändert, als du Jesus in dein Leben eingeladen hast?

4.Was ist der Sinn Deines Lebens? 

5.Wo hat Gott Dir konkret geholfen und wie?

6. Welche Gebete hat Gott beantwortet?

7.Wie redet Gott zu Dir? 

8.Wie kann ich Christ werden? 

9.Was steht da eigentlich in der Bibel? 

10.Wie bist du Christ geworden? 

11.Woher weißt Du, dass Dein Glaube der richtige Glaube ist? 

12.Warum lässt Gott Leid zu? 

(Entwickelt von Petra Kröner, Jugendevangelistin – vielen Dank 🙂

Gesprächseinstieg

a) mit Freunden

Wenn du mit Freunden/ Bekannten über den Glauben reden möchtest, kannst du ganz anders ins Gespräch kommen als mit fremden Menschen: Biete ihnen „Steilvorlagen“, worauf sie reagieren können oder erzähle einfach von dem, was du im Alltag mit Jesus erlebst. Z.B. „Letzte Woche hatte ich so ein schönes Erlebnis mit Gott“ oder „Du glaubst nicht, was ich letzte Woche mit Gott erlebt habe.“ Damit spielst du deinem Gegenüber den Ball zu. Wenn er eine Rückfrage stellt, wird er aufmerksamer zuhören. Mehr konkrete Tips, wie du mit Bekannten über den Glauben reden kannst, findest du hier im Punkt „Tips, um mit Freunden über den Glauben zu sprechen“.

b) mit fremden Menschen

Die ersten Millisekunden können entscheided sein, ob sich jemand auf ein Gespräch einlässt. Wenn du mit einem lächeln und einem freundlichen „Hallo“ auf eine Person zugehst, wirst du mehr Offenheit erfahren.

Eine Methode als Gesprächsöffner kann dir dabei Sicherheit geben. Konkrete Vorschläge findest du hier.

Ebenso ist es ratsam, dir die erste Frage gut zu überlegen. Wichtig ist, dass sie zu dir passt.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass Fragen wie „Haben Sie kurz Zeit?“ an den meisten Orten eher ein „nein“ provozieren. Dafür wirkt die Frage „Darf ich Ihnen eine Frage stellen?“ oder wenn es sich um eine Umfrage handelt „Wären Sie so freundlich und würden mir 5 kurze Fragen beantworten?“ oft Wunder. Wenn du deine Methode gefunden hast, kannst du deine passende Frage dazu trainieren und fühlst dich damit sicherer.

Nach einem erfolgreichen Gesprächseinstieg ist es ratsam, dir 2-3 Ideen zu überlegen, wie du das Gespärch fortführen kannst. Optimalerweise kannst du an eine Aussage deines Gespärchspartners anknüpfen. Sollten sich keine Anknüpfungspunkte ergeben, kann z.B. der Millionen Euroschein mit dem Satz weiterhelfen „Das, was auf der Rückseite steht, habe ich selbst erlebt: Ich habe mich auf die Suche nach Gott gemacht und habe erlebt, dass Gott da ist“. Oder du fragst: „Darf ich dir erzählen, wie ich mich auf die Suche nach Gott gemacht habe?“ oder ein etwas provokanterer Einstieg wäre „Ich behaupte, dass du es prüfen kannst, ob es Gott gibt!“ (Jeremia 29,13: „In der Bibel gibt es ein Versprechen: „Wenn ihr mich von Herzen sucht, dann werdet ihr mich finden“ – Falls diese Aussage wirklich von Gott ist, dann wird er sich dir zu erkennen geben, wenn du ihn darum bittest“)

Zusammengefasst könnte ein Gesprächseinstieg so aussehen:

freundliches „Hallo“ + Einstiegsfrage, die zu deiner Methode passt + Anknüpfung an das, was die Person gesagt hat oder weiterführende Frage

Zwischen den Zeilen: Deine Einstellung ist entscheidend

Laut des Psychologen Mehrabian besteht die Wirkung unserer Kommunikation zu 55% aus Körpersprache, zu 38% aus Stimmlage und nur zu 7% aus dem Inhalt¹. Das bedeutet, dass sich deine innere Einstellung in deiner Körperhaltung, Stimmlage, Mimik und Gestik widerspiegelt. Dein Gegenüber spürt es, ob du mit der Überzeugung, dass du die Beste Nachricht der Welt hast, auftrittst oder nicht. Gott ist lebendig  und er kann das Leben von Menschen wirklich neu machen. Mit dieser Einstellung hast du eine positive Ausstrahlung. Es geht dabei nicht um einen psychologischen Trick, sondern dass du dir bewusst machst, dass du die schönste Nachricht der Welt weitersagst.

Liebe hingegen kannst du dir nur von Gott schenken lassen. Denn dein Gegenüber spürt, ob du aus Liebe oder aus Pflichtgefühl handelst. Die Bibel spricht oft davon, dass die Liebe das Wichtigste ist (vgl. 1. Kor 13). Mit Liebe und echter Anteilnahme kannst du die Wahrheit sagen, ohne zu verletzen. Und wenn dein Gegenüber ablehnend reagiert, wird deine Haltung der Liebe ihn trotzdem berühren.

¹vgl. The Journal of Counselling Psychology 31, S. 248-252, 1967 in www.softskills.com

Dreieinigkeit - anschaulich erklärt

Vor allem Moslems haben Schwierigkeiten mit der Dreieinigkeit, da sie nicht verstehen können, dass Jesus laut Bibel Gottes Sohn ist, da sie nur an einen Gott glauben. Einige bildliche Vergleiche können zeigen, dass Gott als Vater – Sohn und Heiliger Geist trotzdem nur ein Gott ist, der sich in verschiedenen Ausprägungen zeigt.

  • Bsp. 1: Dreistämmiger Baum

Zunächst dieses obige Bild zeigen bzw. den unteren Bereich des Stammes zuhalten: Wieviele Bäume sind das?

Bild 2:Wieviele Bäume sind es jetzt?

Oft liegt es an unserer Perspektive, wie wir die Dinge wahrnehmen. Genauso, wie dieser Baum aus drei Stämme besteht aber in der Gesamtheit nur ein Baum ist, genauso ist Gott eins und zeigt sich als Vater im Himmel, als Sohn, der als wahrer Gott und Mensch zu uns Menschen auf die Erde kam und als Heiliger Geist, der in uns Christen wohnt und uns im Leben leitet.

Dieses Bild habe ich selber gemacht darf gerne heruntergeladen und geteilt werden.

  • Wasser gibt es in drei Aggregatzuständen: Fest als Eis, flüssig und gasförmig als Wasserdampf. Doch egal, in welcher Form – es bleibt H2O, nur in unterschiedlicher Ausprägung.
  • Ein Ei besteht aus Schale, Eiweiß und Dotter. Alle Teile zusammen bilden das Ei, obwohl sie in ihren Bestandteilen unterschiedlich.
  • Wir Menschen bestehen auch aus Körper – Seele und Geist.
Warum musste Jesus sterben? Eine anschauliche Beispielgeschichte

Der Stammeshäuptling eines Dorfes beobachtete immer wieder, wie Menschen in seinem Dorf eine bestimmte Droge konsumierten und damit viel Leid in ihre Familien brachten. Er überlegte, wie er die Menschen in seinem Dorf davon abhalten konnte: Er erließ ein Gesetz, dass es allen Einwohnern verbot. Sollte jemand erwischt werden, sollte er 30 Stockhiebe als Strafe erhalten. Eines Tages brachte man eine alte Frau zu ihm, die man beim konsumieren der Droge erwischt hatte. Der Stammeshäuptling erschrak, denn es war seine Mutter. Ihm wurde bewusst, dass sie die 30 Stockhiebe in ihrem Alter nicht überleben würde. Doch wie sollte er sich entscheiden? Auf der einen Seite war er als ein Mann bekannt, der gerecht ist, auf der anderen Seite liebte er seine Mutter und wollte nicht, dass sie aufgrund der Stockhiebe stirbt.

Das ganze Dorf wartete gespannt, wie sich der Stammeshäuptling entscheiden würde. „Mein Urteil steht fest: Die 30 Stockhiebe müssen vollzogen werden.“ Doch als der Vollstrecker zum ersten Schlag ausholte, rief der Häuptling plötzlich: „Stop, warte einen Moment.“ Er zog seine Häuptlingskleider aus und stellte sich zwischen seine Mutter und den Vollstrecker. „Jetzt darfst du mit den Stockhieben beginnen.“

Diese Geschichte verdeutlicht sehr gut, warum Jesus am Kreuz sterben musste. Nur so konnte Gott den Anspruch, gleichzeitig gerecht zu sein und auch voller Liebe zu sein gleichzeitig umsetzen. Er sandte seinen eigenen Sohn. „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ (Jes 53,5)

Umgang mit der Reaktion "Mit Gott will ich nichts zu tun haben"

Hinter jeder ablehnenden Reaktion steckt eine persönliche Geschichte. Die Frage „Haben Sie etwas negatives mit der Kirche oder dem Glauben erlebt?“ kann helfen, die Begegnung in ein positives Gespräch zu verändern. Falls möglich, lade die Person ein, alle bisherigen Vorstellungen über Gott oder Kirche über Bord zu werfen und nochmal neu zu fragen: „Gott, bitte zeige mir, wie du bist (falls es dich gibt)“

Umgang mit dem Argument: "Es ist doch egal, woran man glaubt"

Ein falsches Toleranzdenken steht vielen Menschen im Weg, sich damit auseinanderzusetzen, ob es wirklich einen lebendigen Gott und eine Wahrheit gibt: „Es ist doch egal, woran man glaubt, hauptsache, man ist glücklich“. Unsere Antwort darauf ist oft: „Du hast recht – es ist egal, woran man glaubt (wenn es keinen lebendigen Gott gibt)… Es sei denn, es gibt wirklich einen Gott, der lebt. Dann ist es nicht egal, woran man glaubt. Wenn es wirklich einen Gott gibt, der die Welt gemacht hat und der erfahrbar ist, dann kann es nur einen geben, weil sich die Götter in den verschiedenen Religionen unterschiedlich vorstellen und sich im Charakter widersprechen. Wenn das Versprechen der Bibel eintrifft „Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, dann werdet ihr mich finden“ (Jeremia 29,13), dann gelten auch die anderen Aussagen, die wir nicht nachvollziehen können – nämlich das Jesus gesagt hat „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben – zum Vater kommt man nur durch mich.“ (Johannes 14,6) Dann ist es sehr entscheidend, woran man glaubt.“

Behauptung: Wer Gott sucht, der wird ihn finden

Unser Leitvers, den wir den Menschen oft im Gespräch weitergeben, ist: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werde ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13) Dabei stelen wir die Behauptung auf, dass Menschen es für sich persönlich prüfen können, ob es Gott gibt und zitiere diesen Vers (ohne Stellenangabe – dies wirkt so wie auswendig gelernt. Wer wissen möchte, wo es steht, kann dann gerne noch nachfragen.). Folgende Gedanken sind für viele Menschen ein Gedankenanstoß, dies für sich zu prüfen: „Wenn diese Aussage nur von einem Menschen stammt, dann wird nichts passieren. Wenn er aber im Namen Gottes aufgeschrieben wurde, dann hat Gott 1. ein Interesse, dir und mir zu begegnen und 2. wird er sich zu seinem Versprechen stellen, wenn wir mit unserem ganzem Herzen auf die Suche gehen“

Du kannst darüber auch mit einer Frage ins Gespräch kommen: „Denkst du, dass du es prüfen könntest, ob es Gott gibt?“ und anschließend das Versprechen Gottes in Jeremia 29,13 „Wenn ihr mich von Herzen sucht, dann werdet ihr mich finden“ erwähnen. Hilfreich ist es auch, dies mit einem Erlebnis aus dem eigenen Leben zu verbinden.

Oder du stellst eine Behauptung und provozierst eine Rückfrage: „Ich behaupte, dass du es prüfen kannst, ob es Gott gibt.“ und erwähnst dann das Versprechen Gottes in Jeremia 29,13 und berichtest am Besten noch aus deinem Leben, wie du dich auf die Suche nach Gott gemacht hast.

Übrigens: Auf der Rückseite des Eine – Million- Euroscheines steht ein Impuls, der genau diesen Gedanken aufgreift.

Kanaanäisch - Deutsch: Biblische Worte verständlich erklärt

Sünde

falsches Verständnis in der Gesellschaft:

Sünde wird durch gute Taten wieder aufgehoben: „Ich bin doch kein schlechter Mensch und tue viele gute Taten. Deshalb wird Gott mir schon gnädig sein.“

esoterische Vorstellung: unsere Welt befindet sich in einem Gleichgewicht von Gut und Böse (Yin Yang) und Böse und Gut gehören zusammen.

Sünde ist nicht, ein Eis zuviel gegessen zu haben oder das Butterbrot nicht aufgegessen zu haben.

„kleine Sünden bestraft der Liebe Gott sofort“

vereinfachtes Wort:      falsche Taten und Ignoranz Gott gegenüber (muss näher erläutert werden (s.u.)!)

Erläuterung:                      

unsere persönlichen Fehler, die unsere Beziehung zu Gott, anderen Menschen und zu uns selbst zerstören. Die Konsequenzen dieser Fehler sind gravierend und führen letzendlich zum Tod (s. Begriff  Tod). Gott und sein Reden zu ignorieren ist auch Sünde, denn  das Wort Sünde bedeutet Zielverfehlung.

Biblische Beispiele

Jes 59,2 Nein, eure Vergehen haben die Mauer gebaut, / die zwischen euch und eurem Gott steht. / Eure Sünden verhüllten sein Gesicht, / dass er euch auch nicht anhören will.

Praxisbeispiele

1: Stell dir vor, dass du einen Rucksack mit dir herumträgst und jede falsche Sache, die du im Leben tust, kommt in deinen Rucksack und du trägst ihn immer mit dir herum. Wie würde sich das anfühlen?

2: Angenommen, eine Person hat dich angelogen: Kannst du dieser Person beim nächsten Mal genauso vertrauen? – vermutlich nicht! Es ist eine Trennung zwischen euch beiden entstanden. Umso mehr trennen uns unsere Fehler von Gott – wie eine große Mauer, die wir nicht überwinden können.

wichtiger Kontext:

Gott ist heilig; Vergebung

 

Heilig

vereinfachtes Wort: perfekt

Erläuterung:

Gott ist perfekt und keine Person kann in Gottes Nähe kommen, die nicht perfekt ist, weil sie sonst sterben würde

falsches Verständnis der Gesellschaft:

Heilig ist man, wenn man in die Kirche geht, viel betet oder Bibel liest, Schlechte Dinge nicht macht; wenn man einem halben Meter über dem Boden schwebt…

Biblische Beispiele         

2.Mo 33,23, 2.Mo 3,6: Menschen, die eine Begegnung mit Gott hatten, wussten in diesem Moment, dass sie nicht in die Nähe zu Gott kommen können, weil sie schuldig sind und Gott perfekt.

 Jak 2,10 Denn wer das ganze Gesetz hält und nur in einem Punkt dagegen verstößt, ist an allen Geboten schuldig geworden.

Praxisbeispiele                

1: Angenommen, du möchtest zu einer Hochzeit und trägst ein schönes weißes Hemd. Beim Frühstücken kommt nur ein kleiner Kaffeefleck aufs Hemd. Würdest du es trotzdem auf der Hochzeit tragen? – Vermutlich nicht! Weil du nicht einen einzigen Fleck auf deinem Hemd haben möchtest. Genauso ist es zwischen Gott und uns. Gott ist perfekt und wenn wir in seine Nähe kommen, dann können wir das nur, wenn wir auch perfekt sind – ohne einen Fleck. Dies schafft kein Mensch! [s. Vergebung: Und deshalb ist Jesus für unsere Fehler gestorben, nimmt uns unser schmutziges Hemd ab und gibt uns stattdessen seine reine Weste.]

 2: Angenommen, ein Arzt würde sich am ganzen Körper desinfizieren. Kurz bevor er eine Operation durchführt, berührt er nur mit der Spitze seines kleinen Fingers Bakterien. Dürfte er so in den OP Saal gehen? – Niemals! Es hätte tragische Folgen für den Patienten. Er muss zu 100% rein sein. Genauso ist es zwischen Gott und uns. Gott ist perfekt und wenn wir in seine Nähe kommen, dann können wir das nur, wenn wir auch perfekt sind, denn Gott kann nichts Schlechtes in seiner Nähe dulden. Dies schafft kein Mensch! [s. Vergebung: Und deshalb ist Jesus für unsere Fehler gestorben, und wenn wir ihm unsere Fehler bekennen, dann reinigt er uns von jedem Fehler (vgl. 1.Joh 1,9) .]

wichtiger Kontext:

Sünde; Vergebung; Gnade

 

Vergebung

falsches Verständnis der Gesellschaft:

1: „So etwas schlimmes kann ich ihm nicht vergeben!“

2: „Vergeben kann ich das, aber vergessen kann ich es nicht!“ – doch genau darum geht es (zu 1+2): Vergebung wird gerade dann deutlich, wenn ich an mir geschehenes Unrecht nicht mehr hervorhole, ohne Vergeltung zu fordern. Erst, wenn wir die Vergebung von Jesus an unserem eigenen Leben erfahren haben, können wir Ansatzweise verstehen, was Vergebung wirklich bedeutet.

3: Unsere schlechten Taten werden Stück für Stück gereinigt, wenn wir etwas Gutes tun.

Vereinfachtes Wort:      

Das Wort Vergebung ist geläufig, aber die geistliche Bedeutung oft nicht

Bedeutung:        Vergeben heißt, sich bewusst dafür zu entscheiden, ein Vergehen ohne Bedingungen nie wieder hervorzuholen – auch nicht dann, wenn die Person wieder etwas falsch macht. Jesus hat unsere Sünden an die tiefste Stelle des Meeres versenkt und oben das Schild „angeln verboten“ angebracht.

Biblische Beispiele:

Ps 32,5 Da endlich bekannte ich dir meine Schuld / und verschwieg mein Unrecht nicht länger vor dir. / Da sprach ich es aus: / „Ja, ich gebe es zu, / ich bekenne meine Vergehen, Jahwe!“ / Und du, du hast mich befreit von der Schuld, / hast die Sünden vergeben, / das Böse bedeckt.

Kol 2,14 Er hat den Schuldschein, der mit seinen Forderungen gegen uns gerichtet war, für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt.

Anschauliches Beispiel:

1: Beispiel mit Rucksack fortführen (s. „Sünde“): Jesus bietet dir an, dir deinen kompletten Rucksack für immer abzunehmen. Wie würde sich das anfühlen? Das bedeutet Vergebung. Die Vergebung hat Jesus alles gekostet: Sein Leben. Er ist für unsere Fehler am Kreuz gestorben und hat unsere Strafe getragen, die wir verdient hätten.

2: Diese Geschichte beschreibt sehr gut, warum Jesus am Kreuz für unsere Sünden sterben musste: Dem Dorfältesten eines Stammes sah, wie viele Einwohner sich durch den Konsum einer pflanzlichen Droge schadeten. Um seine Einwohner zu schützen erließ er ein Gesetz, welches den Konsum dieser Droge verbot. Damit sich die Dorfbewohner auch daran hielten, ordnete er an, dass jeder, der dieses Verbot übertritt, mit 30 Peitschenhieben bestraft werden sollte. Eines Tages brachte man eine alte Frau zu ihm, die auf frischer Tat ertappt wurde: Seine eigene Mutter. Dies brachte den Dorfältesten in ein Dilemma: Er war gerecht und Gerechtigkeit bedeutete in diesem Falle, dass er seine Mutter bestrafen lassen musste. Doch aufgrund ihres hohen Alters würde sie die 30 Peitschenhiebe vermutlich nicht überleben. Wenn er Gnade vor Recht ergehen lassen würde, wäre dies nicht gerecht gegenüber allen anderen Dorfbewohnern. Gespannt wartete das Dorf deshalb seine Entscheidung ab. „Meine Mutter ist schuldig und muss bestraft werden. Ich ordne 30 Peitschenhiebe an.“ Als der Vollstrecker mit dem ersten Schlag beginnen wollte, unterbrach ihn der Dorfälteste „Stop – halte ein“. Er begann, sein schönes Gewand auszuziehen und stellte sich zwischen seine Mutter und den Vollstrecker. „Jetzt kannst du mit den 30 Schlägen beginnen.“ Der Dorfälteste war sowohl gerecht und trotzdem gnädig. (angeblich nach einer wahren Begebenheit – aus dem Gedächtnis aufgeschrieben)

 

Gnade

falsches Verständnis der Gesellschaft:

Gnade heißt, ein Auge zudrücken oder „5 gerade sein lassen“.

„Ich mache viele gute Dinge, deshalb wird der liebe Gott mir schon gnädig sein.“

Vereinfachtes Wort: unverdientes Geschenk

Erläuterung                      

Gnade ist nicht billig und schon gar nicht umsonst, denn sie hat Jesus alles gekostet: Sein eigenes Leben. Für uns Menschen ist sie ein unverdientes Geschenk, welches wir uns niemals selber erarbeiten können.

biblische Beispiele:         

Schächer am Kreuz: LK 23,41b-43: Einer der beiden Verbrecher, der neben Jesus am Kreuz hingerichtet wurde, erkannte: „Wir beide bekommen, was wir verdient haben, aber der da hat nichts Unrechtes getan.“ Dann sagte er: „Jesus, denk an mich, wenn deine Herrschaft beginnt!“ Jesus erwiderte ihm: „Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Diese Begebenheit veranschaulicht wohl am Besten, was Gnade bedeutet: Wieviel konnte der Verbrecher am Kreuz noch dafür tun, um zu beweisen, dass er die Vergebung von Jesus verdient hat? Nichts! Gottes Gnade ist nicht an eigene Taten gekoppelt. Sie ist bedingungslos. Das Einzige, was Gott von uns erwartet ist, dass wir unsere Sünden eingestehen und ihm bekennen:

1Joh 1,9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

anschauliches Beispiel: 

1: bestes Beispiel s.o.: Verbrecher am Kreuz

2: Angenommen, du hast 100.000 € Schulden auf der Bank und der Vollstreckungsbescheid wurde schon ausgestellt. Welche Möglichkeiten hättest du, diese Schulden loszuwerden?  – Wenn du das Geld nicht aufbringen kannst, keine. Wenn ich das Geld aber aus meinem Geldbeutel nehme und dir gebe, kannst du damit sofort zur Bank gehen und deine Schulden sind für immer getilgt. Die einzige Bedingung ist, dass du das Geld annimmst.

wichtiger Kontext:  Umkehr

Umkehr

falsches Verständnis der Gesellschaft:

oft herrscht ein Unverständnis, warum man umkehren soll, da man davon ausgeht, dass man ein guter Mensch sei.

vereinfachtes Wort  bewusste Entscheidung, mit Gott zu leben

Bedeutung                        

Umkehr ist eine bewusste Entscheidung, in einer persönlichen Beziehung zu Gott zu leben. Es bedeutet, dass ich mich bewusst wegdrehe von meinem bisherigen Leben ohne Gott (wo ich der Herr über mein eigenes Leben war) und mich zu Gott wende und ihm die Nummer eins in meinem Leben sein lasse bzw. erlaube, dass er in mein Leben und meine Entscheidungen hineinreden darf. Umkehr ist die einzige korrekte Schlussfolgerung, die aus dem Geschenk der Gnade richtig ist: Ich habe mein Leben falsch gelebt, Vergebung empfangen und lebe jetzt mit Gott.

[Hier wird noch daran gearbeitet]

Evangelium

 anschauliches Beispiel   1: Wenn wir versuchen, durch unsere guten Taten eine Brücke zu Gott zu bauen, hätten wir es aus eigener Kraft geschafft. Doch diese Anstrengungen sind zum Scheitern verurteilt. Wir schaffen es nicht, da wir Fehler machen und diese Fehler uns von Gott trennen. Deshalb baute Gott diese Brücke zu uns Menschen! Jesus ist diese Brücke – also die Verbindung zwischen Gott und Menschen, weil er

Tod

Bedeutung: 

In der Bibel hat Tod drei Bedeutungen:

  • geistlicher Tod = Unsere Beziehung zu Gott ist zerstört (durch die Entscheidung der ersten Menschen, sich über Gott zu stellen. Dadurch wird kein Mensch mit einer Beziehung zu Gott geboren)
  • physischer Tod = Wir müssen alle irgendwann sterben.
  • zweiter Tod = ewiger, endgültiger, unwiderruflicher Tod, ein ewiges Leben in der Trennung zu Gott.

Bibelstellen                       

Offb 20,14+15: Schließlich wurde der Tod selbst in den Feuersee geworfen und der Hades dazu. Der Feuersee ist der zweite Tod. 15 Wenn also jemand nicht im Buch des Lebens eingetragen war, wurde er in den Feuersee geworfen.

Jesus ist die Schlüsselperson, an der sich alles entscheidet

Jesus sagt selber über sich: „Ich bin der Weg!, Ich bin die Wahrheit und das Leben! Zum Vater kommt man nur durch mich.“ Jesus sagt hier klar, dass Menschen nur durch ihn zum Vater kommen können. Deshalb ist es so entscheidend, Jesus ins Zentrum des Gespräches zu stellen. Denn er ist der, an dem sich entscheidet, ob Menschen Frieden mit Gott schließen und damit für alle Ewigkeit gerettet sind oder nicht. Oft haben die Menschen eine nebulöse Vorstellung von Gott und bezeichnen dies als eine persönliche Beziehung zu Gott oder sagen, sie glauben an Gott, aber wenn man nach Jesus fragt, wissen sie nicht wer er ist oder was er mit Gott zu tun hat.

Hier einige Erfahrungen von uns:

  • Wir reden z.B. am Anfang oft allgemein über Gott, um die Menschen abzuholen und erst im Verlauf des Gespräches über Jesus.
  • Erzähle von dem, wie du konkret im Alltag mit Jesus erlebt hast und wie er dir begegnet ist
  • Berichte von dem tiefen Frieden, den Jesus dir gegeben hat, als du ihn eingeladen hast, in dein Leben zu kommen. Stelle den Bezug zur Bibel her, indem  du erzählst, dass Jesus uns in der Bibel (vgl. Joh 14, 27) versprochen hat uns seinen Frieden zu geben, den die Welt nicht geben kann.
  • Erzähle von tiefgläubigen Moslems, die plötzlich einen Traum oder eine Vision von Jesus hatten und dadurch erkannten, dass er der Weg zu Gott ist (s. „Träume und Visionen“ von Open Doors).
Deine Erlebnisse mit Jesus

Deine persönlichen Erlebnisse mit Jesus kann keiner wegdiskutieren! Deshalb sind sie so wichtig, denn sie zeigen, dass Jesus lebendig und erfahrbar ist.

Eine Richtlinie (kein Gesetz) ist, dein Erlebnis in 3 Minuten zu erzählen:

  • 1. Minute: So war die Ausganssituation bzw. bevor Jesus eingegriffen hat
  • 2. Minute: So habe ich Jesu Eingreifen erlebt
  • 3. Minute: So hat Jesus meine Situation bzw. mein Leben verändert, geprägt

Mit dieser Richtlinie kannst du sowohl deine Entscheidung für Jesus als auch ein aktuelles Erlebnis für dich trainieren.

Gehe vorbereitet in ein Gespräch, indem du ein oder sogar mehrere Erlebnisse mit Gott im Hinterkopf hast. Je nach Situation kannst du dann das passende Erlebnis erzählen. Übe es vorher bei Freunden. Sie können dir ein Feedback geben, welche Details du ggf. weglassen kannst. Versuche, dein Erlebnis jeweils innerhalb von drei Minuten zu erzählen. Du kannst dein Zeugnis erzählen, wie du zu Jesus gekommen bist, oder du erzählst etwas anderes was du mit Gott erlebt hast (z.B. Freiheit von Ängsten oder Sucht, innere oder körperliche Heilung, Hilfe bei kaputten Beziehungen, Erlebnisse mit Gott im Alltag).  Auch wenn es vielleicht nicht die riesen Wunder sind, die du mit Gott erlebt hast, hast du doch eine Geschichte mit Gott, denn er ist lebendig und täglich für dich da. Trau dich davon zu erzählen was Gott für und durch dich sowie in dir tut.

Erfahrungsgemäß werden einige kritische Leute deine Erlebnisse als „Zufall“ bezeichnen. Ihnen kannst du ganz entspannt entgegnen, dass ein Erlebnis natürlich auch  Zufall sein könnte, aber die Vielzahl an Erlebnissen, die du mit Jesus gemacht hast, starke Indizien dafür sind, dass es wirklich Jesus war, der dir geholfen hat.

Lass dich vom Heiligen Geist führen

Lebe selber in einer engen Beziehung zu Gott. Wenn Jesus regelmäßig die Nähe zu seinem Vater brauchte, um wirksam zu sein, dann brauchen wir dies erst recht!

Bitte Gott, dir im Alltag Situationen zu zeigen, in denen du ein Segen für andere Menschen sein kannst. Bespreche deinen Tag mit Gott und höre, ob er dich auf eine kommende Situation vorbereiten möchte. Erwarte, dass der Heilige Geist dir Möglichkeiten im Alltag zeigt, in denen du anderen praktisch oder aber auch durch ein Wort der Erkenntnis oder Ähnliches ein Segen sein kannst.

Manchmal sind es auch die Sanften Impulse es Heiligen Geistes: „Nimm heute einmal den Weg nach Hause“ oder „Sprich diese Person an“ etc. Erst, wenn wir es tun werden wir erleben, dass Gott sich auch dazu stellt, einem die richtigen Worte gibt und einen in der Situation führt. Um im Nachhinein können wir nur einfach staunen, was Gott daraus gemacht hat, als wir gehorsam waren.

Wir erleben so oft, dass Gott uns im Alltag leitet und wir die richtigen Personen ansprechen. Hier ein Erlebnisse von uns:

Gottes Stimme hören (24.04.19)

Ich bot in einem Gespräch einer jungen Frau eine Bibel an, doch ich hatte keine mehr im Rucksack. Als ich danach weitere Umfragen machen wollte, spürte ich ein Drängen vom Heiligen Geist, zurückzugehen und eine Bibel zu holen. Nach einem zögern tat ich dies und hielt später Ausschau nach der Frau, doch ich sah sie nirgendwo. Ich ging in einen Park und zwei Stunden später beendete ich gerade ein Gespräch, als diese Frau in meiner Richtung auf mich zukam. Ich gab ihr die Bibel und sie freute sich sehr und versprach, darin zu lesen. Gut, dass ich auf das Drängen des Heiligen Geistes gehört habe.

Ort und Zeit sind entscheidend

In der Begegnung mit fremden Menschen spielt der Ort und auch die Zeit eine große Rolle, ob jemand bereit für ein Gespräch ist. 

Wir haben über 2000 Begegnungen dokumentiert. Daran können wir sehen, an welchen Orten die Menschen sich am Besten ansprechen lassen. Am offensten für ein Gespräch sind Menschen in Parks, auf Wiesen, einer Bank und am Wasser. Hier lassen sich je nach Wetter zwischen 70-80% auf ein Gespräch ein. In der Fußgängerzone sind es nur ca. 30%. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig, da man bisher vielleicht nur Erfahrungen an einem ungünstigeren Ort gemacht hat. Suche dir deshalb Orte, wo die Leute entspannt sind und Zeit zum reden haben. 

Die Zeit und die Zielgruppe kann übrigens auch entscheidend sein. In der Mittagszeit haben Arbeitnehmer oft nur eine kurze Mittagspause, in der sie etwas essen wollen. Dafür haben sie am späten Nachmittag öfters Zeit für ein Gespräch. Studenten hingegen haben teilweise freitags frei oder auch während des Tages längere Pausen.

Nicht die Diskussion, sondern den Menschen gewinnen

Vermittle deinem Gesprächspartner immer das Gefühl, dass du ihm nicht deine Meinung überstülpst. Sonst bewirkt es nur das Gegenteil. Bringe ihn vielmehr zum nachdenken. Beispielsweise könntest du ihm folgendes sagen:

  • „Gott ist ein Gentleman. Er wird sich dir nicht aufdrängen. Weil er dich liebt, lässt er dir die freie Wahl, begegnet dir aber mit offenen Armen, wenn du Schritte auf ihn zumachst.“
  • „Mein Anliegen ist es nicht, dir meine Meinung überzustülpen. Ich möchte dir aber einen Gedankenanstoß geben, dass du dich auf die Suche nach einer persönlichen Beziehung zu Gott machen kannst. Das hat mein Leben echt verändert (das sollte dann aber auch wirklich so sein)“ oder
  • „Gott zwingt keinem, an ihn zu glauben, sonst wären wir nur Marionetten. Aber er möchte dir begegnen, wenn du dich auf die Suche nach ihm machst.“
Unterschied zwischen Religion und einer lebendigen Beziehung zu Gott

Wir denken, dass es wichtig ist, dass die Menschen den Unterschied zwischen Religion und lebendiger Beziehung zu Gott verstehen. Denn Religion bringt die Menschen von Gott weg, führt in die Werksgerechtigkeit („Ich bin doch ein guter Mensch“) oder Depression („Ich habe schon wieder versagt“). Es ist nur eine äußere Hülle ohne Inhalt. Eine Beziehung zu Jesus ist aber lebendig und hat Auswirkungen im Leben, gibt Hoffnung, Freude und Frieden…

Mehr Gedanken findest du hier auf unserer evangelistischen Seite.

Glaubhaftigkeit der Bibel

Manche Menschen bringen das Argument, dass die Bibel ein sehr altes Buch sei und aufgrund der vielen Abschriften verfälscht wurde. Doch viele archäologische Funde sprechen für die Glaubwürdigkeit und exakte Überlieferung der Bibel. Die Konsequenz, die wir anhand dieser Befunde ziehen können, liegen klar auf der Hand. Hier einige Beispiele:

  • es gibt 3268 erfüllte Prophetien der Bibel (Vorhersagen über die Zukunft). Einen interessanten Videoclip, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich alles zufällig erfült hat, findest du hier. Einen Vortrag von dem Wissenschaftler Prof. Dr. Werner Gitt kannst du hier nachhören.
  • Archäologische Funde wie der Fund in Qumran im Jahr 1947/48 belegen, dass die Bibel nicht verfälscht wurde. Es wurden dort Abschriften aus der Bibel gefunden, welche dort im 1. Jhd. nach Christus versteckt wurden (z.B. eine Abschrift von Jesaja, der von 740 – 686 vor Christus gewirkt hat). Diese Pergamentrollen waren wesentlich älter als die bisher bekannten Abschriften. Wissenschaftler verglichen die Inhalte und stellten fest, dass die neueren Abschriften inhaltlich identisch waren – also nicht verfälscht wurden.
  • Im 19. Jhd wurden in Mesepotamien mehrere tausende Keilschriften gefunden. Diese enthielten Städte und Namen, die auch in der Bibel erwähnt werden. Diese biblischen Berichte sind aus dem 2. Jahrtausend vor Christus!
  • auch kleinere Nebensätze der Bibel sprechen dafür, dass sie wahr ist. Wie z.B. die Aussage der Bibel, dass der Hase ein Wiederkäuer sei. Dies wurde von Wissenschaftlern lange belächelt, bis ein Biologe 1882 feststellte, dass Hasen ihren Kot fressen, um daraus lebenswichtige Enzyme zu gewinnen und er damit auch als Wiederkäuer bezeichnet werden muss. Hier und hier kannst du mehr lesen.

 

Warum gibt es soviel Leid auf der Welt, wenn es einen Gott gibt?

Dieser Frage begegnen wir häufig und sie bietet sich wunderbar für eine Diskussion an, die ins Leere läuft. Deshalb ist es wichtig, die Motivation des Gesprächspartners zu erforschen. Hat er persönliches Leid erlebt und ist deshalb verbittert gegenüber Gott oder nutzt er dieses Argument, um nicht glauben zu müssen? Häufiger ist letzteres der Fall.

Wenn es die Situation hergibt, kannst du die direkte Frage stellen, ob die Person Leid in ihrem eigenen Leben erfahren hat.

a) Wenn jemand persönliches Leid erfahren hat: Höre zu, zeige echte Anteilnahme, bete mit der Person, dass sie erkennt, dass Gott sie trägt, berichte von deinen eigenen Erfahrungen mit Leid…

b) Wenn die Person dies nur als Argument benutzt: Halte dich nicht allzulange bei diesem unpersönlichen Thema auf, sondern lenke das Gespräch wieder auf die persönliche Ebene: Wir Menschen werden vieles nicht verstehen, aber wir können uns persönlich dafür öffnen, Gott zu begegnen und uns auf die Suche nach  ihm zu machen…

Gib ehrlich zu, dass dich das auch beschäftigt und du keine endgültige Antwort gefunden hast. „Aber in allem Leid habe ich erfahren, dass Gott lebendig ist und mir seine Liebe gezeigt hat und bei mir ist.“

Generell helfen auch folgende Gedanken:

  • Wir haben weltweit genügend Lebensmittel, um alle Menschen zu versorgen. Das Problem ist unser Egoismus und unsere Geldgier. Deshalb wird in Deutschland Getreide verbrannt, damit der Preis stabil bleibt, in Afrika werden Hilfsgüter nicht weitergeleitet, weil Menschen Bestechungsgelder fordern und dadurch verhungern viele Menschen…
  • Gott hat uns nicht als Marionetten erschaffen, sondern lässt uns eigenständige Entscheidungen zu treffen. Leider haben wir diese Freiheit missbraucht und die Zerstörung, die wir weltweit sehen, sind Menschengemachte Probleme und nicht Gottes Idee.
  • Wir tragen durch unser Konsumverhalten auch zu Armut in anderen Ländern bei – ob wir es wollen oder nicht. Selbst Markenkleidung wird oft unter Billiglohn hergestellt. Fazit: Du kannst einen  Unterschied machen.
Glaube und Wissenschaft

Das Argument „Ich glaube mehr an die Wissenschaft und kann deshalb nicht an Gott glauben“ hören wir öfters in Gesprächen. Nicht Argumente sind es, die Menschen zum Glauben führen, sondern allein Gottes Wirken und sein Geist. Trotzdem können Gedankenanstöße helfen.

Fundierte Beiträge findest du auf begründet-glauben.org.

Viele Wissenschaftler waren übrigens gläubige Christen, die aus ihrem Glauben an Gott, der die Naturgesetze geschaffen hat, viele wichtige Entdeckungen machten: Blaise Pascal, Isaac Newton u.a. Hier einige Zitate:

„Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesens zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis.“ (Isaak Newton) mehr Zitate findet ihr hier

„Meine Forschungen haben ergeben, dass hinter all der Welt, mit der wir uns befassen, ein großer Orchesterdirigent sein muss, der alles lenkt und der unser Gutes will.“ und „Nun weiß ich, dass es einen Gott im Himmel gibt“ (Albert Einstein) [Anmerkung: Albert Einstein bezeichnet sich selber als Agnostiker und lehnt den Glauben an einen persönlichen Gott ab. Es muss also sehr weise mit Zitaten von Einstein umgegangen werden. Hier findest du mehr Informationen.]

„Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, so wie er sich in Christus offenbart.“ und „Jesus Christus ist der Mittelpunkt aller Dinge und der Grund zu allen Dingen, wer ihn nicht kennt, kennt nichts von der Welt und nichts von sich selber. „ (Blaise Pascal)

Quelle: Alle Zitate stammen von Evangeliums.net

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